Kultur
Museum
Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum
Das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum in Bünde zeigt in einer Sonderausstellung als Bestandteil der künftigen Dauerausstellung wichtige Exponate aus der regionalen Tabakgeschichte und soll gleichzeitig die einzigartige industriegeschichtliche Entwicklung verdeutlichen.
Auch die größte rauchbare Zigarre der Welt ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht – sicher ein „Highlight“ für die Besucher, obwohl sie sich dem neuen, breiter als bisher gefächerten Ausstellungskonzept unterordnen muss.
1841 wurden die ersten Zigarren in Bünde produziert – eine Erfolgsgeschichte, denn für Bünde und die angrenzenden Städte und Gemeinden folgte ein rasanter wirtschaftlicher Aufschwung, den das Museum Bünde durchaus auch kritisch unter die Lupe nehmen wird.
Etwa 220 Exponate sind derzeit zu sehen, darunter auch Dinge, die auf den ersten Blick eher unscheinbar wirken, aber doch eine wichtige Aussage in sich bergen – zum Beispiel ein blauesTabakpäckchen, das belegt, dass die Gebrüder André ihre erste Firma in Osnabrück gründeten.
Nach Bünde zog es sie dann, weil sie hier billigere Arbeitskräfte fanden. Eine Legende besagt, dass ein Kirchbesuch in Enger die Entscheidung der Familie André für Bünde beeinflusst habe: Die Engeraner waren im Vergleich zu den Bündern zu gut gekleidet… Das Inventar ehemaliger Zigarrenbuden weckt eine Vorstellung davon, wie vor allem Frauen im Akkord das „braune Gold“ verarbeiteten.
Heute sind immer noch fünf Zigarrenfabriken in Bünde und Umgebung ansässig. So wird sie auch künftig noch fortzuschreiben sein: die Geschichte des braunen Goldes.
Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag u. Sonntag 11.00 - 18.00 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene 2,00 €
Kinder (6-12) 1,00 €
Familienkarte 4,00 €
Gruppen ab sechs Personen
Erwachsene 1,50 €
Kinder 0,75 €
Gruppenführungen können nach vorheriger Anmeldung vereinbart werden.
Kontakt:
Museum Bünde
Fünfhausenstr. 8-12, 32257 Bünde
e-mail:
Telefon: 05223/793300