Tourismus Bünde Newsletter



Startseite » Ausbildung » Ausbildungsplatz-Börse

Ausbildungsplatz-Börse

Ein Erfolgsmodell feiert runden Geburtstag

20. Bünder Ausbildungsplatzbörse in der Stadthalle am 10. Februar / Mehr als 100 Unternehmen und Betriebe stellen 150 Berufe vor

Bünde. Als die erste Bünder Ausbildungsplatzbörse am 5. Mai 1998 ihre Pforten öffnete, war sie die erste ihrer Art im Kreis Herford. Heute präsentiert sich diese Kontakt- und Informationsmesse rund um die berufliche Ausbildung als etablierte Veranstaltung von überregionaler Bedeutung - am Freitag, 10. Februar, findet die inzwischen 20. Bünder Ausbildungsplatzbörse von 13 bis 17 Uhr im Stadtgarten statt.

Mit 40 Ausstellern und einigen hundert Besuchern konnte sich die Premiere anno 1998 bereits sehen lassen. Noch weit entfernt von der Zugkraft und Popularität heutiger Zeiten hatte bereits die erste Bünder Ausbildungsplatzbörse das zu bieten, womit die nach wie vor größte Berufsorientierungsmesse im Wittekindskreis immer noch punktet: Sie bringt potenzielle Arbeitgeber und Auszubildende zusammen.

Anfangs noch von der Stadt Bünde in Kooperation mit der Herforder Agentur für Arbeit veranstaltet - später kam die Initiative „Wirtschaftsstandort Kreis Herford" (IWKH) als dritter Veranstalter hinzu -, entwickelten sich die jährlichen Ausbildungsplatzbörsen an der Else schnell zum Erfolgsmodell. Mit steigender Popularität wuchs auch die Veranstaltung Jahr für Jahr, bis vor gut fünf Jahren die von den Veranstaltern als optimal angesehene Kapazität erreicht wurde. „Das Einzugsgebiet wächst stetig weiter, immer mehr auswärtige Firmen wollen sich bei uns präsentieren", sagt der Bünder Wirtschaftsförderer Hartmut Bokel. Nicht alle anfragenden Unternehmen können am Ende ihren Stand im Stadtgarten aufbauen, denn mit etwas mehr als 100 Teilnehmern sei Schluss. „Wir könnten noch viele weitere Aussteller berücksichtigen, das Interesse ist da, aber wir haben uns vor einigen Jahren für eine Kapazitätsgrenze entschieden, um das qualitative Niveau der Veranstaltung zu wahren", so Bokel.

Nicht nur das Einzugsgebiet habe sich im Lauf der Jahre ausgedehnt, auch das Verhältnis zwischen potenziellen Auszubildenden und Ausbildern sei ein merklich anderes geworden, die Prioritäten hätten sich verschoben. „War die Ausbildungsplatzbörse früher primär eine Plattform für Schulabgänger, die nach geeigneten Lehrstellen Ausschau hielten, steht heute die Unterstützung der Unternehmen im Vordergrund, geeignete Auszubildende zu finden - besonders in den weniger bekannten Branchen", erklärt Bokel. Gerade handwerkliche Betriebe würden „händeringend geeignete Auszubildende" suchen.

Daher müssen die Unternehmen und Betriebe heutzutage auch „in die zweite Reihe" schauen. „Viele Firmen können es sich einfach nicht mehr leisten, auf Bewerber zu warten oder nur Kandidaten mit den besten Schulnoten zu nehmen." Und auch hier zeige sich die Stärke der Ausbildungsplatzbörse, die ja sowohl eine Informations- als auch eine Kontaktbörse sei und das persönliche Gespräch zwischen Jugendlichen und Personalverantwortlichen ermögliche. „Hat der Schüler einen guten persönlichen Eindruck hinterlassen, kann das bei einer späteren Bewerbung möglicherweise mehr ins Gewicht fallen als sein Notendurchschnitt auf dem Zeugnis", sagt der Wirtschaftsförderer.

Der demografische Wandel zwinge die Betriebe bei ihrer Bewerberauswahl zum Umdenken. „Denn die sinkenden Schülerzahlen führen zu sinkenden Bewerberzahlen", bringt es Bokel auf den Punkt. Auf der anderen Seite sei die Fixierung vieler Jugendlicher auf eine relativ kleine Anzahl populärer Berufe, wie Kfz-Mechatroniker oder Kauffrau im Einzelhandel, ein Problem für diejenigen Unternehmen, die in anderen, ebenso attraktiven und zukunftsfähigen, aber eher unbekannten Sparten ausbilden. „Eine der Herausforderungen ist es, den Schülern realistische und passgenaue Alternativen zum ‚Traumberuf' aufzuzeigen. Jugendliche dürfen sich nicht nur auf die gängigen ‚Modeberufe' fixieren, sondern müssen ein breites Spektrum an Berufsbildern betrachten und kennenlernen, um sich möglichst viele Wege in die Zukunft offen zu halten."

Die Anmeldungen für die 20. Bünder Ausbildungsplatzbörse sind abgeschlossen, die Veranstaltung ist seit Längerem voll ausgebucht; wie gewohnt wird eine Warteliste geführt. Die Veranstalter rechnen erneut mit einer starken Resonanz. Schließlich geht es nicht nur um Ausbildungsplätze für dieses Jahr, sondern auch bereits für 2018. 1.000 bis 1.500 Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus strömen jährlich zur Ausbildungsplatzbörse in den Stadtgarten. Es werden mehr als 50 Schulen angeschrieben. Vor Ort werden etwas mehr als 100 Aussteller sein, die sich und rund 150 Berufe präsentieren.

Informationen zum Herunterladen