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10.08.2010 Spradower Gewerbegebiet komplett ausgelastet
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v. l. K. Roethemeyer, V. Koplenkow, R. Langer, BM Koch, J. Courage, D. u. W. Brackmann, T. Ehlebracht, Dr. A. Hettich, F. Stührenberg, Dr. U. Schütte, H. Bokel
Vermarktung der Flächen trotz Wirtschaftskrise positiv verlaufen - Stadt hält Ausschau nach neuen Flächen
Hartmut Bokel ist zufrieden. "75.000 Quadratmeter Fläche sind über das Sachgebiet "Liegenschaften" verkauft, das Gewerbegebiet in Spradow ist nach nur zwei Jahren voll, sagt der Wirtschaftsförderer und sieht in der rasanten Entwicklung des Gewerbegebietes im Osten der Elsestadt ein "deutliches Indiz für die Hohe Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Bünde".
Trotz oder möglicherweise ausgerechnet wegen der Wirtschaftskrise haben sich etliche Firmen entschlossen, sich in Spradow niederzulassen und dort zu investieren. Wie Hartmut Bokel erläutert, bilde die Metallbranche den Schwerpunkt. Das erste Unternehmen, das sich im Gewerbegebiet Spradow neu angesiedelt hat, war die Firma Kammann Spezialmaschinen und Steuerungstechnik. Es folgten die Firmen Rexhepaj Trockenbau , Koplenkow Metallverarbeitung und der Getränkehersteller Brackmann, der seinen Sitz von Kirchlengern-Häver nach Bünde verlegt hat. Mit zirka 40.000 Quadratmetern hat sich die Firma Hettich, die ihr Logistikzentrum im Grenzgebiet zwischen Kirchlengern und Bünde errichtete, den Löwenanteil gesichert. Als nächstes Unternehmen wird die Fa. Dichtungstechnik Ziegler ins Spradower Gewerbegebiet umsiedeln. Vorratskäufe haben weitere Unternehmen getätigt. „Unser Ziel war es, örtlich verankerten Firmen die Möglichkeit zu geben, sich räumlich zu erweitern. Gleichzeitig haben wir versucht, mit dem Gewerbegebiet neue Firmen nach Bünde zu locken. Beides ist uns gelungen", sagt der Wirtschaftsförderer. Somit seien Arbeitsplätze erhalten und im Zuge von Produktionserweiterungen auch neue geschaffen worden.
Dass in einem Zeitraum von nur zwei Jahren 75.000 der 100.000 Quadratmeter Gesamtfläche - die verbleibenden Quadratmeter wurden für den Straßenbau, Regenrückhaltebecken und innere Erschließungen nebst Infrastruktur benötigt - verkauft werden konnten, sei ein erfreuliches Signal, so Bokel. „Die Unternehmen investieren wieder und nach einer gewaltigen Talfahrt scheint es langsam bergauf zu gehen", sagt der Wirtschaftsförderer. Der Beschluss des Planungsausschusses, ein neues Gewerbegebiet in Spradow zu etablieren, war die richtige Entscheidung. „Nur so können wir auf Dauer konkurrenzfähig zu unseren Nachbarkommunen bleiben", sagt er.
Nach der vollständigen Auslastung des Gewerbegebietes in Spradow prüft der Planungsbereich in Abstimmung mit der Politik, wo in Bünde weitere Flächen ausgewiesen werden können. Denkbar ist die Schaffung eines neuen Gewerbegebietes an der „Langen Wand" in Ennigloh mit einer hervorragenden Verkehrsanbindung an die Hansastraße und Autobahn 30. „Wir bleiben auf jeden Fall am Ball", versichert der Wirtschaftsförderer mit Weitblick auf eine weitere positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bünde.